1. Erst die Nutzung prüfen
FOB- und CIF-Angebote sind keine Gesamtkosten bis zur Haustür oder zur Straßenzulassung. Prüfen Sie zuerst, ob das konkrete Modell am Zielort für den vorgesehenen Einsatz zulässig ist. Vergleichen Sie identische Ausstattung, Stückzahl, benannten Hafen, Version der Incoterms-Regeln, Währung und Angebotsgültigkeit. Ohne rechtmäßigen Import- und Nutzungsweg sollte auch ein günstiges Angebot nicht weiterverfolgt werden.
2. Kostencheck
| Posten | Was fragen? | Bestätigung durch |
|---|---|---|
| Fahrzeug und Export | Verpackung, Auslieferungsprüfung (PDI) und Unterlagen enthalten? | Lieferant |
| Transport und Versicherung | Route, Versicherungssumme, Selbstbehalt, Ausschlüsse, Übergang von Kosten und Gefahr? | Spedition und Versicherer |
| Zielhafen und Inlandstransport | Importeur, Einreihung, Steuern, Terminal, Zollabfertigung, Zustellung und Entladung? | Örtlicher Importeur |
| Inbetriebnahme | Zulassung oder Standortgenehmigung, Ladeinstallation, Ersatzteile und Schulung? | Örtliche Behörden und Dienstleister |
Keine pauschalen Steuersätze verwenden und enthaltene Kosten nicht doppelt addieren.
3. Frachtzahlung ist nicht Gefahrtragung
FOB und CIF gelten ausschließlich für See- und Binnenschiffstransporte. Bei CIF bezahlt der Verkäufer Fracht und Versicherung bis zum Zielhafen; die Gefahr geht üblicherweise bereits bei Verladung an Bord im Verschiffungshafen über. Er trägt nicht sämtliche Transportrisiken. DDP garantiert keine Straßenzulassung: Prüfen Sie die rechtmäßige Importabwicklung durch den Verkäufer und benennen Sie den Bestimmungsort eindeutig. Bei Containern oder multimodalen Transporten fragen Sie nach der Eignung von FCA oder CIP. Maßgeblich sind Vertrag und offizielle Incoterms-Regeln.
4. Vor der Zahlung kopieren
- Modell, Ausstattung, Einsatzzweck; öffentliche Straße oder Privatgelände; LHD/RHD.
- Menge, Lieferpunkt; jeder Posten: enthalten, ausgeschlossen oder ungeklärt.
- Wer bezahlt, wer erledigt Formalitäten; Gefahrübergang und Versicherung.
- PDI-Nachweise, VIN/Seriennummer, Zeitbedarf je Schritt.
- Ersatzteilversorgung und Gewährleistungs- beziehungsweise Garantieverantwortung.
Ungeklärtes bleibt ungeklärt: weder null Kosten noch Verkäuferverantwortung unterstellen.
- Lassen Sie vor der Zahlung den Einfuhr- und Nutzungsgenehmigungsweg am Zielort schriftlich bestätigen. Trennen Sie einmalige Anschaffungskosten von laufenden Betriebskosten.
- Legen Sie Unfallmeldung, Ansprechpartner für Versicherungsansprüche und Deckungsumfang fest.
- Vereinbaren Sie PDI-Abnahmekriterien; ordnen Sie Fotos oder Videos der VIN oder Seriennummer jedes Fahrzeugs zu.
- Halten Sie abgedeckte Garantiebauteile, Ausschlüsse sowie die Verantwortung für Reparaturarbeit und Transportkosten fest. Holen Sie schriftliche Bestätigungen der zuständigen örtlichen Fachleute ein.
5. Häufige Fragen
Bedeutet CIF Lieferung bis zur Tür? Nein. Leistungen nach dem Zielhafen richten sich nach dem Vertrag.
Reichen geringe Geschwindigkeit oder CE für den Straßenbetrieb? Nein. Örtliche Fahrzeugklasse und Gesamtfahrzeuggenehmigung prüfen.
Weiterlesen: PDI-Nachweise, Ersatzteil- und Servicerisiken.
Die Liste hilft auch beim Kauf anderswo. Für Unterstützung übermitteln Sie Name, E-Mail, Telefon oder WhatsApp, Land/Region, Einsatzzweck, Ausstattung und Menge im Kontaktformular.
Quellen: US-Handelsministerium, ICC. Sie erläutern Kosten- und Gefahrverteilung, nicht die Rechtskonformität sämtlicher Modelle.